Einfärben von LS-Pulvermaterial

Einfärben von LS-Pulvermaterial

Beim Lasersintern (LS) stehen dem Betreiber entsprechender Anlagen Kunststoffpulver mit überschaubarer Farbvielfalt zur Verfügung. Häufig beschränkt sich die Auswahl auf weißes oder schwarzes Material.

GS-Pro besitzt die Technologie das Lasersinterpulver vor der Verarbeitung in der LS-Anlage, ähnlich wie beim Spritzgießen, einzufärben. Dadurch ist es möglich, vollkommen durchgefärbte Bauteile herzustellen. Dieses entwickelte Verfahren befindet sich momentan in der Patentanmeldung und kann für verschiedenste Farben und Werkstoffe umgesetzt werden.

Bild 1: Herstellung durchfärbter LS-Bauteile

Farbige Lasersinterbauteile werden bisher, entsprechend dem Stand der Technik in einem Färbebad gefärbt. Durch diese Herangehensweise ist es möglich, weiße LS-Bauteile in theoretisch jeder RAL-Farbe oberflächlich einzufärben.

Es existieren jedoch Anwendungen, in denen LS-Bauteile nachträglich mechanisch bearbeitet werden müssen, einem Verschleiß unterliegen oder die Oberfläche chemisch geglättet werden soll. In solchen Einsatzszenarien ist es vorteilhalft eine Durchfärbung des Bauteilvolumens zu besitzen.

In folgender Abbildung sind Szenarien einer mechanischen Bearbeitung von gefärbten Bauteilen zu sehen. Es ist klar zu erkennen, dass direkt eingefärbte Bauteile auch nach einer zerspanenden Bearbeitung ein homogen farbiges Erscheinungsbild behalten.

Bild 2: Unterschiede bei spanender Bearbeitung zwischen Pulver- und Bauteileinfärbung

Die Direkteinfärbung findet beispielsweise für blaue Bauteile in der Lebensmittelindustrie Verwendung, bei farbigen Serienbauteilen mit erhöhter Losgrößenstückzahl und bei Kunden, welche Ihre Bauteile speziell in der eigenen Firmenfarbe herstellen möchten.